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Wissenwertes über Tenside in Shampoos und Duschgelen! Viel Schaum = bessere Reinigung oder nur Schaumschlägerei?

Donnerstag, 26. August 2010 10:23

Tensid ist nicht gleich Tensid

Oder:
Warum entwickeln die Shampoos und Duschgele von Naturkosmetik-Produkten nicht so viel Schaum wie Produkte der konventionellen Kosmetik?

Waschmittel, Shampoo, Schaumbad und Duschgel haben Eines gemeinsam:
Sie bestehen aus Tensiden.

Was sind Tenside?
Tenside sind waschaktive Substanzen, die Fette lösen – also  für die Entfernung von Schmutz und Fett verantwortlich sind.

Wichtig für Verbraucher:

Die Schaumbildung ist nicht maßgeblich für die Qualität der Reinigung! Ein Shampoo muss nicht besonders viel Schaum entwickeln, um gut zu reinigen!

Die Tenside, die in der Naturkosmetik verwendet werden, basieren auf natürlichen Rohstoffen – meist Kokos- und Zuckertenside – sie reinigen Haut und Haar ohne viel Schaumbildung, reizen aber Haut und Kopfhaut nicht!

Leider hat sich der Verbraucher an die Unmengen von Schaum gewöhnt, die beim Duschen und Haarewaschen von herkömmlichen Shampoos und Duschgelen produziert werden!
Viele Menschen neigen zu der falschen Ansicht, dass ein Shampoo ohne viel Schaumentwicklung nicht richtig sauber macht:

Ein gut reinigendes Shampoo  muss nicht viel Schaum entwickeln – es ist auch nicht nötig, doppelt so viel Shampoo pro Haarwäsche zu verwenden – sanfte Shampoos aus der Naturkosmetik reinigen trotz geringerer Schaumentwicklung genauso gut wie jedes andere Shampoo!

Wer ist der Schaumschläger, der so viele in die Irre führt?

Das Tensid heißt Natrium-Laurylsulfat.
Es ist ein preiswertes, stark schäumendes und aggressives Tensid, das sich noch dazu besonders kostengünstig mit einfachem Salz verdicken lässt!

Ein wahrer Glücksfall für die konventionelle Kosmetik:

Denn Laurylsulfat ist preiswert, überzeugt den Verbraucher mit einer Menge an Schaum und lässt sich billig mit Salz andicken:

Leider möchten viele Verbraucher nicht nur viel Schaum, sondern ist es auch gewohnt, dass Duschgel und Shampoo eine sämige Konsistenz aufweisen: so hat man das Gefühl, dass nichts durch die Finger rinnt!

Als Folge aggressiver Tenside kann beispielsweise die Kopfhaut gereizt reagieren: mit Rötungen, Jucken und Schuppenbildung!

Die in der Naturkosmetik verwendeten Tenside sind dagegen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Kokos und Zucker. Die Kokostenside (Cocoyl Glutamate oder Coco Glucoside) und Zuckertenside – hergestellt aus den Fettsäuren von Kokos- und Palmkernöl, oder auf Basis von Zitronensäure und Fettalkoholen, sind sanft und mild zu Haut und Haar ohne allergieauslösende Stoffe. Allerdings sind sie wesentlich teurer und lassen sich auch nicht einfach mit Salz andicken – weshalb die Shampoos und Duschgele der Naturkosmetik immer teurer als die Produkte der konventionellen Kosmetik sind.

Ein weiterer Vorteil: die sanften Tenside sind biologisch abbaubar!

Aber auch in der konventionellen Kosmetik hat sich einiges verändert:

Viele Hersteller haben die Zeichen der Zeit erkannt und bereits eigene hautfreundliche Produktreihen entwickelt, die gemäß den Vorgaben der Naturkosmetik auf aggressive und synthetische Stoffe verzichten: Shampoos und Duschgele bestehen nicht mehr ausschließlich aus Laurylsulfat: es finden mehr und mehr sanfte Tenside ihren Weg in die Rezepturen – zwar haben sie das Laurylsulfat noch nicht vollständig verdrängt, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

Hier ist auch der Verbraucher gefragt!
Solange die Einstellung besteht, dass nur mit viel Schaum gute Reinigungsergebnisse erzielt werden können, und dass Produkte, die nicht übermäßig viel schäumen deshalb auch nichts taugen können, solange wird wohl weiterhin auf aggressive Tenside nicht verzichtet werden.

Sie haben es in der Hand, was Sie an Ihre Haut und Ihr Haar lassen!

Hier einige Beispiele für Shampoos & Duschgele aus der konventionellen und der Natur-Kosmetik:

AHAVA, Alva, Farfalla, Neobio, Lavera, Logona, Sante, Apeiron, 101 Haar-System, Speick, Etre Belle, Bioturm,

parfumierte Duschgele und Shampoos bieten:
E. Coudray, Annick GoutalAlyssa Ashley und viele mehr….

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Thema: AHAVA, Allgemein, Apeiron natural care, Bionative, Dr. Grandel, Dr. Rimpler, Duschgel, Haarpflege, Hautpflege, Hygiene, Lavera, Light of Nature, Logona, Natur-Seifen, Natural Aktiv Shampoos von Speick!, Naturkosmetik, Reinigung und Pflege, Safea Naturkosmetik, Santa Verde, Shop-Nachrichten, Wirkstofflexikon | Kommentare (1) | Autor: Weber

Naturkosmetik und die verschiedenen Qualitätslogos…

Donnerstag, 5. August 2010 14:19

Wer kennt sich da noch aus?

Immer mehr Naturkosmetik-Logos verunsichern den Verbraucher – denn wo “natürlich” draufsteht, muss noch lange nicht Natur drin sein!

Naturkosmetik verkauft sich gut – der Markt wächst stetig – da kann mancher Hersteller in Versuchung geraten und versuchen, “natürliche”  Kosmetik an den Mann – beziehungsweise an die Frau zu bringen!

Welche Siegel sind seriös und warum gibt es verschiedene?

Hier die renommiertesten Siegel für Naturkosmetik:

Kontrolliert natürlich – diese ersten Richtlinien speziell für Kosmetik wurden von den Reformhäusern und dem Demeter-Bund erlassen.

Demeter:

Das wohl bekannteste Siegel für Bio-Qualität ist das Demeter Logo. Demeter hat eine Vorreiterrolle in Sachen Bio:
biologisch kontrollierter Anbau und Lebensmittel in Bio-Qualität – im Einklang mit der Natur!
Der deutsche Bio-Anbauverband zertifiziert auch Naturkosmetik. Von Demeter zertifizierte Naturkosmetik muss zu über 90% aus Rohstoffen der landwirtschaftlichen Demeter-Erzeugung stammen – außerdem ist die Liste der erlaubten Zutaten aus chemisch verarbeiteten Pflanzenrohstoffen streng limitiert und eingeschränkt.

BDIH:

2001 kam dann der Branchenverband mit seinem Logo BDIH für “Kontrollierte Naturkosmetik” hinzu. Das BDIH-Logo entwickelte sich als ein Garant für Naturkosmetik – fast jeder kennt dieses Logo. Zertifiziert sind an die 5.800 Produkte von 160 Herstellern.

Bei BDIH zertifizierten Produkten müssen 95% aller biofähigen Zutaten auch Bio-Qualität haben – erst dann darf das Produkt auch den Zusatz “Bio” im Namen tragen. (Liegt der Anteil darunter, kann der Hersteller den Anteil in Prozent auf der Verpackung angeben)

Viele Heilkräuter, Pflanzenextrakte und Pflanzenöle müssen laut BDIH- Standard nicht “bio” sein – zum Zeitpunkt der Gründung des BDIH waren nur Oliven-, Sonnenblumen- und Sojaöl in Bioqualität vorgeschrieben. Gleiches galt auch für die Ringelblume, den Salbei und die Brennnessel. Bio-Zutaten sind nur für ein paar wenige Pflanzenrohstoffe vorgeschrieben.

Heute jedoch hat sich das Angebot an Pflanzen und Kräutern in Bio-Qualität enorm erweitert.

Da die BDIH-Richtlinien einen Mindeststandard darstellen, wollen viele Naturkosmetik-Markenhersteller zeigen, dass sie sich durch noch strengere Qualitätsrichtlinien von anderen Hersteller unterscheiden.

Natrue:

2008 gründeten daher die Kosmetikmarken Lavera, Logona, Primavera, Santaverde, Weleda und andere den Verband Natrue – mit eigenen Richtlinien und eigenem Logo. Zertifiziert waren im März 2010 475 Produkte von 24 Herstellern.

Das Natrue Siegel bedeutet, dass strengere Vorgaben – was die Bio-Qualität der pflanzlichen Rohstoffe betrifft – bei der Herstellung von Kosmetik einzuhalten sind.

Wer bessere Qualität hinsichtlich der Rohstoffe verarbeitet, will schließlich auch darauf hinweisen: Natrue hat darauf reagiert.

Ursprünglich hatte das Logo 1 bis 3 Sterne:

1 Stern: Naturkosmetik!
Bio-Rohstoffe erwünscht, aber nicht zwingend vorgeschrieben.

2 Sterne: Naturkosmetik mit Bio-Anteil!
Mindestens 70% der pflanzlichen (oder tierischen) Rohstoffe müssen Bio-Qualität vorweisen.

3 Sterne: Bio-Kosmetik!
Hier liegt der Bio-Anteil bei mindestens 95 %.

Im März diesen Jahres wurde das Logo geändert: auf die Sterne wurde verzichtet. Auf der Verpackung kann der Verbraucher dann erfahren, zu welcher “Sternen”-Kategorie sein ausgewähltes Produkt gehört: Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bio-Anteil oder Bio-Kosmetik.

Ecocert

Ecocert hat über 5.000 Produkte von 400 Unternehmen zertifiziert, die nur zum Teil in Deutschland erhältlich sind. Ecocert hat seinen Sitz in Frankreich.

Das Logo ist in 2 Stufen untergliedert:

1. Naturkosmetik:
Mindestens 95% der Zutaten müssen natürlichen Ursprungs sein. Der Bio-Anteil des Endprodukts muss mindestens 10 % betragen – bezogen auf die pflanzlichen Zutaten sind 95% vorgeschrieben.

2. Bio-Kosmetik:
Im Endprodukt müssen 10 % Bio-Anteil enthalten sein- bezogen auf die pflanzlichen Zutaten sind es 95 %.

Trotz unterschiedlicher Logos haben alle zertifizierten Naturkosmetika eines gemeinsam:

Auf Mineralöle, Paraffine und andere Erdölprodukte, synthetische Konservierungsmittel sowie künstliche Duft- und Farbstoffe, Silikone, gentechnisch veränderte Organismen, radioaktive Bestrahlung zum Entkeimen und auf hormonell wirksame UV-Filter wird verzichtet.

Zur Sicherheit des Verbrauchers:
Steht Bio drauf – ist auch reichlich Bio drin!

Fazit:
Naturkosmetik besteht aus natürlichen Zutaten – bei Bio-Naturkosmetik stammen die verwendeten pflanzlichen Rohstoffe überwiegend aus biologisch-kontrolliertem Anbau!

In unserem Shop finden Sie eine große Auswahl an Naturkosmetik von verschiedenen Herstellern:

Santaverde: alle Produkte sind BDIH zertifiziert!

BDIH als auch Natrue-zertifizierte Produkte finden Sie bei:
Logona, Lavera, Weleda, Primavera!

Weitere Naturkosmetik:

Die Relaunch-Produkte von Martina Gebhardt sind zu 100% von Demeter zertifiziert!
Safea
alle Produkte sind BDIH zertifiziert. Sante, Apeiron …und viele mehr!

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