Dienstag, 4. Mai 2010 14:30
Heute weiß jeder, dass Vitamin D eine wichtige Rolle im Kalziumhaushalt spielt und den Knochenaufbau reguliert. Vitamin D ist immens wichtig für ein normales Knochenwachstum.
Seit den 1920-er und 1930-er Jahren ist bekannt, dass Vitamin D bei Kindern das Auftreten von Rachitis – einer Knochenerkrankung – verhindert.
Einen hohen Gehalt an Vitamin D haben Lebertran, bestimmte Fischarten und Avocados. Sie stellen in der täglichen Ernährung und zur Deckung des Tagesbedarfs an Vitamin D jedoch Ausnahmen dar.
Generell gilt: Die Nahrung ist eine schlechte Quelle für Vitamin D.
Einfacher geht es mit der Sonne:
Bei ausreichender Sonnenbestrahlung bildet die Haut Vitamin D in einer Menge, die den Bedarf des Körpers deckt:
Sonnenstrahlung auf der Haut ist lebenswichtig!
Doch zu viel Sonne schadet – auch wenn Sonnenbräune als Idealbild eines aktiven, attraktiven und jungen Körpers gilt - sollte man beim Sonnenbaden immer auf den Sonnenschutz achten und nicht das Risiko eines Sonnenbrandes eingehen: denn wer kennt nicht das schmerzende Gefühl, das ein T-Shirt selbst bei leichter Berührung auf sonnenverbrannter Haut hervorrufen kann?
Einen Sonnenbrand sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen – die Schädigungen der Haut in jungen Jahren zeigen sich meist erst viel später in ausgeprägter Faltenbildung und vorzeitiger Hautalterung – und erhöhtem Hautkrebsrisiko!
Die jungen, sonnengebräunten und schönen Körper können 2-3 Jahrzehnte später dann meist nur noch durch viele tiefe Falten und frühzeitige Hautalterung beeindrucken!
Das richtige Maß an Sonne ist wichtig!
Jeder besitzt eine vom Typ abhängige Eigenschutzzeit der Haut. Ein sehr hellhäutiger und hellhaariger Mensch hat in der Regel eine sehr kurze Eigenschutzzeit von etwa fünf Minuten.
Die Eigenschutzzeiten der Haut nach Hauttypen:
Typ 1:
Haut: sehr hell; Haare: rötlich, Augen: blau; Pigmentierung: keine, immer Rötung und schwerer Sonnenbrand; Eigenschutzzeiten: 5-10 Minuten.
Typ 2:
Haut: hell; Haare: blond bis rötlich; Augen: blau, grün; Pigmentierung: leicht, immer Rötung und Sonnenbrand; Eigenschutzzeiten: 10-20 Minuten.
Typ 3:
Haut: hell bis hellbraun; Haare: dunkelblond bis braun; Augen: grau, braun; Pigmentierung: mittel, manchmal Rötung und Sonnenbrand nach intensivem Sonnenbaden; Eigenschutzzeiten: 15-25 Minuten.
Typ 4:
Haut: hellbraun (oliv); Haare: dunkelbraun bis schwarz; Augen: dunkel; Pigmentierung: stark, selten Rötung und Sonnenbrand, bräunt schnell und intensiv; Eigenschutzzeiten: 20-30 Minuten.
(Die Zeitangaben beziehen sich hier auf den Hochsommer und sind in den kälteren Jahreszeiten mit weniger starker Sonnenstrahlung entsprechend länger).
Je höher die Pigmentierung der Haut, desto höher der Eigenschutz der Haut!
Dieser Eigenschutz besteht im Wesentlichen aus der Hornschicht der Oberhaut und der Hautbräune (Pigmentierung). Unter UV-Bestrahlung erhöht sich die Zellteilungsrate und die Hornschicht verdickt sich. Gleichzeitig wird die Produktion der braunen Hautpigmente (Melanin) in den entsprechenden Zellen (Melanocyten) angeregt. Der Eigenschutz der Haut erhöht sich mit der Dicke der Hornschicht und mit zunehmender Hautbräune.
Der Lichtschutzfaktor
Sonnencremes besitzen einen Lichtschutzfaktor, der entweder als LSF (Lichtschutzfaktor) oder als SPF (Sun Protection Factor) angegeben wird. Der Faktor gibt an, um wie viel sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert, nachdem man den Sonnenschutz aufgetragen hat: Bei LSF 20 kann sich ein hellhäutiger Mensch (Typ 1) also 20 Mal so lange in der Sonne aufhalten, wie ohne Sonnenschutz: 20 x 10 Minuten (Eigenschutzzeit) = 200 Minuten bei LSF 20! Bei LSF 10 wären es dann nur noch 100 Minuten.
Schutzfaktor:
Niedrig → LSF 6, 10
Mittel → LSF 15, 20, 25
Hoch → LSF 30, 50
Sehr hoch → LSF 50+ (Sunblocker)
Die neue verbindliche Empfehlung der EU-Kommission definiert das Verhältnis des UVA- und UVB- Schutzes im Verhältnis 1:3 zum LSF!
Unabhängig davon, ob es sich um organische oder anorganische, sogenannte chemische oder physikalische, natürliche oder künstliche UV-Filter handelt, alle UV-Filter sind dieser Definition zugeordnet. Es dürfen nur die UV-Filter eingesetzt werden, die in der Kosmetikverordnung aufgelistet sind.
Der Lichtschutzfaktor wird nach der COLIPA International Sun Protection Factor Test Method ermittelt, wobei nach standardisiertem Auftragen von Lichtschutzpräparaten die Erhöhung der Hautrötungsschwelle (minimalen Erythem-Dosis, MED) bestimmt wird. Definitionsgemäß gibt der Lichtschutzfaktor lediglich die Schutzwirkung eines Produktes gegen die erythemwirksame Strahlung an. Dies ist überwiegend der UV-B-Anteil des Sonnenlichtes. Zum Schutz vor anderen lichtbedingten Hautschäden müssen Sonnenschutzmittel ebenfalls vor UV-A-Strahlung schützen.
Daher werden bei Sonnenschutzmittel in Europa seit 2006 Kriterien zur Mindestwirksamkeit gegenüber UV-B- und UV-A-Strahlung angewendet:
- Lichtschutzfaktor (LSF): Der Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels soll mindestens 6 betragen
- UV-A-Schutzfaktor (UV-A-PF): Der UV-A-Schutzfaktor muss mindestens 1/3 des Lichtschutzfaktors betragen.
Lichtschutzfilter
Was sollen Lichtschutzfilter eigentlich filtern?
Hier zunächst eine kurze Definition der Sonnenstrahlen:
Sonnenstrahlen bestehen aus einer Mischung von verschiedenen Wellen, die sich durch unterschiedliche Energie auszeichnen. Diese Wellen werden nach ihrem Energie-Gehalt in Form von Wellenlängen charakterisiert:
Kurze Wellenlängen haben einen hohen Energiegehalt und sind wie die UV-Strahlung gefährlicher als langwelliges Licht.
Ultraviolettes Licht (UV-Licht):
UV-Licht teilt sich in die drei Bereiche A, B und C:
1. UV-C Strahlung (sehr kurzwellig) hat den höchsten Energiegehalt und ist am gefährlichsten – wird aber zum Glück vollständig von der Atmosphäre gefiltert.
2. UV-B Strahlung (kurzwellig) hat einen geringeren Energiegehalt als UV-C und erreicht die Erde und somit unsere Haut. UV-B Strahlung trägt zur Vitamin D-Bildung bei und kann Sonnenbrand verursachen.
3. UV-A Strahlung (langwellig) kann die Haut ohne Sonnenbrand bräunen, da es die Pigmentierung der Haut fördert. Lange Wellen dringen bis zur Lederhaut ein und können die Kollagenstruktur schädigen und so zu verfrühter Hautalterung führen. Nur im Grenzbereich zur UV-B Strahlung ist UV-A Licht in der Lage, Sonnenbrand hervorzurufen.
Sonnenschutzmittel filtern UV-Strahlung:
Sonnenschutzprodukte enthalten Substanzen, die UV-Strahlung auf physikalische oder chemische Weise abwehren, reflektieren oder herausfiltern.
Chemische UV-Filter absorbieren dabei das UV-Licht und wandeln es in unschädliche Strahlung – wie sichtbares Licht oder Wärmestrahlung – um.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass einige dieser etwa 20 verschiedenen in der EU zugelassenen Substanzen nicht lichtstabil sind. Sie zersetzen sich also unter dem Einfluss des Sonnenlichts nach fünf bis zehn Stunden, was zu einer Verringerung des Sonnenschutzes und außerdem zu allergieauslösenden Abbauprodukten führen kann. Um diese Oxidation zu verhindern, setzt man z.B. Vitamin E als Radikalfänger ein!
Wichtig ist auch die Tatsache, dass chemische UV-Filter in die Haut eindringen – bei Menschen mit empfindlicher und sensibler Haut können diese Filter Allergien auslösen.
Als chemische UV-Absorber werden zum Beispiel Benzophenone, Derivate von Campher, Salizylsäure oder Zimtsäure (Cinnamate) verwendet.
Chemischer Schutz, der die UV-Strahlung absorbiert:
Der UV-A-Schutzfaktor (UV-A-PF) muss mindestens 1/3 des Lichtschutzfaktors betragen – ein Sonnenschutzmittel mit einem LSF von 30 soll demzufolge einen UV-A-Schutzfaktor (UV-A-PF) von mindestens 10 aufweisen. Der UVA-Schutz wird durch einen Kreis mit den Buchstaben “UVA” auf den Sonnenschutzprodukten angezeigt.
UVA-Filter:
- Butyl-Methoxydibenzolmethan (Dibenzolmethan) – kommt häufig als UVA-Filter zum Einsatz, ist aber als sehr instabil bekannt.
UVB-Filter:
- Thylbenzyliden Camphor- wird als UVB-Filter benutzt und hat zusätzlich die Funktion eines Stabilisators für UVA-Filter.
- Yl Triazon/ Octocrylen – wird ebenfalls als UVB-Filter eingesetzt und hat die Fähigkeit den UVA-Filter zu stabilisieren.
- Yl Methoxycinnamate
Physikalischer/ mineralischer UV-Schutz reflektiert oder streut dagegen das auftreffende UV-Licht. Er ist chemisch stabil und besteht aus kleinsten speziell aufbereiteten Teilchen von Titandioxid oder Zinkoxid. Diese feinstgemahlenen Mikropigmente aus Titandioxid- oder Zinkoxid-Pigmenten sind die wichtigsten anorganischen (mineralischen) UV-Filter. Sie streuen, reflektieren und absorbieren das UV-Licht. Da diese pigmentären UV-Filter nicht in die Haut eindringen, werden sie häufig in Kinderprodukten eingesetzt. Ein weiterer Aspekt: man sieht sehr schnell, ob der Körper des Kindes auch vollständig eingecremt ist: die Creme hinterläßt weißliche Spuren auf der Haut!
Wenn man weiß, dass man auf chemische UV-Filter allergisch reagiert (siehe UVA- und UVB-Filter), sollte man in Erwägung ziehen, ein Sonnenschutzmittel mit Mikropigmenten zu verwenden, da diese nicht in die Haut eindringen wie chemische Filter, sondern auf der Haut liegen und das Sonnenlicht reflektieren. Allerdings hat sich gezeigt, dass Sonnenschutzmittel, die überhaupt keinen chemischen Filter haben, also nur aus Mikropigmenten bestehen, die Haut nur sehr schlecht vor UVA-Strahlung schützen können.
Für welchen Sonnenschutz Sie sich entscheiden, wichtig ist:
Etwa 30 Minuten vor dem Sonnenbaden oder anderen Aktivitäten im Freien mit Sonnenschutzmittel eincremen! Für den Besuch im Freibad oder für das Bad im Meer sollten wassersfeste Sonnenschutzmittel verwendet und nach dem Bad nachgecremt werden.
Empfindliche Kinder- und Babyhaut sollte man grundsätzlich vor der prallen Sonne schützen – in der Mittagssonne noch durch zusätzliche Kleidung und eine Kopfbedeckung!
Die “guten” Sonnenschutzmittel enthalten neben dem Sonnenschutz außerdem wertvolle Öle und Wirkstoffe, die Ihre Haut pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen – damit Sie die Sonne ohne Reue und faltenreiche Spätfolgen genießen können!
Genießen Sie die sonnigen Tage gut geschützt!
Mit mineralischem Sonnenschutz von:
AHAVA, Lavera, Sante, La Mer!
Matis, Academie, Biocome, mit Genistein: Binella,
Dr. Rimpler, Isabelle Lancray, Piz Buin,
Hochwirksamen Sonnenschutz nach Australischem Standard bietet: Klapp!
